Jüdisches Erbe in Spanien: Kastilien

Die jüdische Gemeinde in Spanien war einmal eine der florierendsten der Welt und heute sieht man ihr Erbe, welches bis ins 10. Jahrhundert zurückgeht, an den Monumenten und den Jüdischen Vierteln in ganz Spanien. Die Region Kastilien ist eine der Gegenden mit dem reichsten jüdischen Erbe. Wenn Ihre Gruppe an Geschichte interessiert ist, darf sie diese Highlights nicht verpassen!

Toledo

Als die Hauptstadt des kastilischen Judentums im 13. Jahrhundert angesehen, ist Toledo eine Schlüsseldestination für jede Tour auf den Spuren des jüdischen Erbes. Auf ihrem Höhepunkt besaβ die Stadt zehn Synagogen und fünf talmudische Schulen. Die meisten von ihnen wurden nach der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung im 15. Jahrhundert zerstört- die beiden Synagogen die übrig blieben wurden in Kirchen umgewandelt. Nichtsdestotrotz spiegeln die labyrinthähnlichen Straβen von Toledos jüdischem Viertel den Wohlstand dieser Gemeinschaft wider, welcher neben dem Christentum und Islam über Jahrhunderte blühte und der Stadt den Titel „Stadt der drei Kulturen“ als UNESCO Weltkulturerbestadt verlieh.

Eine der übrig gebliebenen Synagogen, El Tránsito, ist nun in das Sephardische Museum umgewandelt worden und beherbergt einen Reichtum an Informationen und Artefakten der jüdischen Kultur in Spanien. Die zweite Synaoge, Santa Maria la Blanca wurde von islamischen Architekten im 12. Jahrhundert für den jüdischen Nutzen gebaut. Sie ist ein Symbol für die harmonische Co-Existenz der Religionen im Mittelalter. Im Jahr 1411 schloss die Synagoge und blieb bis heute leer. Andere interessante Monumente in Toledo sind auβerdem die Moschee Cristo de la Luz und die atemberaubende gotische Kathedrale aus dem Jahr 1227.

Segovia

Segovia ist ebenfalls eine UNESCO Weltkulturerbe Stadt mit ihrem schön-restaurierten jüdischem Viertel. Obwohl sie ihre Berühmtheit ihrem eindrucksvollen Aquädukt schuldet, ist auch Segovia eine wichtige Stadt Spaniens, was das jüdische Erbe betrifft. Es war 1492 im Alcazar-Palast, wo die Könige Ferdinand und Isabel den berüchtigten Ausweisungsbefehl unterschrieeben – bis dorthin führten Christen, Moslems und Juden ein friedliches Zusammenleben.

In Segovia kann Ihre Gruppe die Corpus Christi Kirche besichtigen, welche damals die Hauptsynagoge in Segovia war; das Didaktik Zentrum des jüdischen Viertels, im Abraham Senneors Haus gelegen und das San Andres- Tor, Teil der mittelalterlichen Mauer von Segovia, welche eine exzellente Aussicht auf die Überbleibsel des jüdischen Friedhofs bietet.

Andere jüdische Stätte in der Gegend

Toledo und Segovia sind sicherlich die Highlights, doch es gibt noch andere wichtige Orte in der Region von Kastilien. Zum Beispiel lebte eine kleine jüdische Gemeinde in León und hinterlieβ verschiedene wichtige Dinge, wie z.B. den Friedhof. Mehr als ein Dutzend perfekt erhaltene Grabsteine wurden von dort geborgen, die aus dem 12. Jahrhundert stammen. Das Dorf Amusco ist ein weiteres interessantes Ziel, wo man die alte Synagoge immer noch besuchen kann. Das obere Stockwerk der Synagoge ist heute das “Synagogen-Café“, die Gottesdienste werden im Erdgeschoss abgehalten.

Ihre Tour auf dem jüdischen Erbe in Kastilien

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Katharina Giesler

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