Spanien: das unbekannte Opern – Reiseziel

Spanien  wird weitgehend als Land des Flamencos gefeiert, man kann sich das Land ohne klimpernde Gitarrenklänge und wild klappernden Absätze kaum vorstellen. Doch die spanische Musikszene hat mehr zu bieten als nur den „cante jondo“ (Flamencogesang), speziell wenn es um das Thema „Oper“ geht.

Oper mit spanischem Flair

Die ersten spanischen Opern erschienen Mitte des 17. Jahrhunderts, doch die Kunstform entwickelte sich nur schleppend im Vergleich zu europäischen Ländern wie Italien, Frankreich oder dem deutschsprachigen Raum. Ein Grund dafür, warum sie in ihren Anfängen daran scheiterte das spanische Publikum für sich zu gewinnen war, dass die stark ausgeprägte spanische Tradition des Schauspiels bei vielen Leuten als höherwertig angesehen wurde.  Erst mit der Entstehung der Genres Ballad Oper und der Opera comique begann die Oper in Spanien bekannter zu werden. Spanische  Komponisten begannen ihren eigenen nationalen Operastil zu entwickeln: die Zarzuela, welche durch eine Mischung aus gesungenem und gesprochenem Dialog geprägt ist.

Die Oper blühte während des 18. Jahrhunderts in Spanien mit der Zarzuela und der beiden ausgezeichneten Komponisten, Sebastián Durón und Antonio Literes auf. Literes Oper Accis y Galatea (1708) wurde besonders bekannt. Im gleichen Jahrhundert bekam Rodrigues de Hita grossen Zuspruch für seinen einzigartigen Einsatz spanischer Gitarren, Mandolinen, Tamburinen und Kastagnetten, sowie für spektakuläre Tanzerei in seiner Oper Las labradoreas de Murcia (1769).

Über 10.000 Zarzuelas wurden innerhalb von hundert Jahren zwischen 1850 und 1950 geschrieben. Das Teatro de la Zarzuela in Madrid wurde zur Drehscheibe dieser Kunstform und ist es bis heute noch.

Kommen Sie wegen des Schauplatzes und bleiben Sie zur Vorführung

Die Oper als  Ausdruck der Kunst mag nicht jedermanns Geschmack sein, doch bietet der Gang in die spanische Oper etwas was auch von der Allgemeinheit geschätzt wird-  die Opernhäuser selbst.  Ihre atemberaubende goldene  Opulenz kann sogar die unbegeisterten Gäste dazu bringen die Aufführung zu genieβen.

Opernhäuser gibt es in Spanien reichlich, doch zu den bekannstesten zählt das Teatro Real in Madrid, das Gran Liceu Theater in Barcelona, der Palau de les Arts in Valencia, das Campoamor Theater in Oviedo oder der Euskalduna Jauregia Konferenz- und Musikpalast in Bilbao.  Jede dieser einzigartigen Kulissen bietet Weltklasse- Aufführungen mit einer dazu passenden visuellen architektonischen Pracht, die man während der Pausen genieβen kann.

Für wahre Opernfans richtet Spanien mehrere bekannte Veranstaltungen aus: das Mozartfestival in La Coruña, das Internationale Festival in Santander und verschiedene Events im La Maestranza Theater in Sevilla.

6_Liceu_4Foto von Gran Teatro del Liceu Barcelona

4_LiceuFoto von Gran Teatro del Liceu Barcelona

5_Liceu_3Foto von Gran Teatro del Liceu Barcelona

2_PALAU ARTS_1Foto von Palau de les Arts Valencia

7_SALA PRINCIPAL_desde escenarioFoto von Palau de les Arts Valencia

8_Estanque Palacio EuskaldunaFoto von Palacio Euskalduna Jauregia

1_ Auditorioum Palacio EuskaldunaFoto von Palacio Euskalduna Jauregia

Oper auf Ihrer Reise durch Spanien

Ein Opernbesuch kann eine groβartige Ergänzung auf jeder Art von Reise sein – wo auch immer Ihre Gruppe in Spanien unterwegs ist, ist eine Opernaufführung sicher einer der Höhepunkte der Reise. Fragen Sie uns nach mehr Informationen zu den jetzt neu erscheinenden Programmen der verschiedenen Opernhäuser für die nächste Saison!

9_Teatro RealFoto von Teatro Real Madrid

 

Katharina Giesler

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