Weltkulturerbestadt: Merida

Merida, die Hauptstadt der Extremadura, war auch einmal Hauptstadt der römischen Provinz Lusitania. Einige der eindrucksvollsten und größten römischen Ruinen in ganz Spanien sagen als Zeuge für diese Vergangenheit aus und verleihen Merida zu Recht den Titel zur Weltkulturerbestadt.

Meridas römische Hinterlassenschaft

Meridas Wichtigkeit für die Römer kam weitgehend von seinem enormen Reichtum an Bodenschätzen und Edelsteinen; die Stadt liegt auf dem Silberweg, einer alte Handelsstraße, die Spanien von Sevilla in Andalusien bis nach Oviedo und Gijon in Asturien durchkreuzte und welche für den Transport solcher Waren genutzt wurde. Heutzutage können Reisende immer noch in die Fußstapfen der damaligen Einwohner treten und die Aquädukte, Brücken, Bögen und Festungen bestaunen, die aus dieser Zeit stammen.

In der Stadt selbst, sind die römischen Ruinen über viele Straßen verteilt. Ihr Theater, Amphitheater und ihr Tempel, welcher der Göttin Diana gewidmet ist, sind die emblematischsten Monumente und spielten sicher eine große Rolle zur Benennung Meridas als Weltkulturerbestadt. Im ersten Jahrhundert vor Christus gebaut, bietet das Theater Platz für 6.000 Sitze und seine Bühne ist mit Skulpturen von Gottheiten und imperialen Figuren verziert. Gleich daneben befindet sich das Amphitheater, ein Platz wo Gladiatoren mit Tieren kämpften. Beide Veranstaltungsorte erwachen jeden Sommer wieder zum Leben mit der Feier des Internationalen Klassischen Theaterfestival, eines der wichtigsten in Spanien. Der Diana-Tempel befindet sich im Stadtzentrum, wohingegen sich in den Außenbezirken von Mérida römische Zivilprojekte, wie das Aquädukt der Milagros und die massive Brücke die den Guadiana-Fluss überquert, befinden. Sie war eine der längsten Brücken im Kaiserreich- 800 Meter lang mit 60 Bögen.

Diese unglaubliche römische Hinterlassenschaft wird im Nationalmuseum der Römischen Kunst dokumentiert, wo die Geschichte der Stadt durch eine unschätzbare Sammlung von mehr als 36.000 Funden aus Merida und Umgebung zu sehen ist.

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Die Stadt heute

Merida ist heute eine lebendige und moderne Stadt mit einem Kulturkalender voll von interessanten Aktivitäten wie dem Klassischen Theaterfestival. Natürlich sind die römischen Ruinen die Hauptattraktion, doch Mérida selbst ist ein charmanter Ort zum Umherschlendern und ein guter Ausgangspunkt um Tagesausflüge in die Nachbarstädte Zafra oder Jerez de los Caballeros zu  machen.

Es gibt auch einige reizvolle Optionen die Nacht zu verbringen, wie z.B. im Parador, der im Herzen der Altstadt in einem alten Konvent aus dem 18. Jahrhundert beherbergt ist.

Neben seiner Geschichte ist Méridas andere großartige Attraktion seine Küche mit Gerichten wie Lammeintopf, Iberischen Würsten oder Schinken. Andere typische Gerichte sind der Gazpacho, Kaninchen oder Rebhuhn. Jede der Bars und Restaurants in Merida servieren diese und viele andere Delikatessen. Außerdem werden in der Region exzellente Weine mit der Bezeichnung „Ribera del Guadiana“ angebaut, die diese Speisen noch bereichern.

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Merida auf Ihrer Tour

Merida ist ganz klar ein einzigartiges Erlebnis mit einer reichen Geschichte und alten Architektur, welches schwer zu übertreffen ist. Kontaktieren Sie uns, damit wir Merida in Ihre Gruppenreise einbauen können!

 

Katharina Giesler

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