Auf Wiederentdeckung Sefarads: Spaniens lebhaftes jüdisches Erbe entdecken

Jedes Jahr folgen Tausende von Besuchern aller Gesellschaftsschichten, Glaubensrichtungen und Herkünften den Fuβstapfen, welche die Juden über 1000 Jahre in Spanien hinterlassen haben. Es gibt zahllose faszinierende jüdische Kulturerbestätten über ganz Spanien verteilt, auf und abseits der touristischen Route.

Seit der Zeit des Römischen Reiches, florierten die jüdischen Gemeinden in den meisten Städten und Dörfern, sogar in abgelegenen ländlichen Zonen.  Die Hinterlassenschaft der emblamatischsten Nomaden der Welt und deren Vermächtnis ihrer ehemals friedlichen Koexistenz in Spanien, sieht man noch heute… manchmal an Orten an denen man sie gar nicht vermutet hätte.

Das Jerusalem des Westens

Eine der berühmtesten jüdischen Stätten in Spanien ist die ummauerte Stadt Toledo, in der die sefardische Vergangenheit noch lebendig ist. Das ehemalige jüdische Viertel ist im Südwesten der Stadt zu finden, in der Nähe des Cambron Tores – vor Jahrhunderten auf arabisch Bab al Yahud (Judentor) genannt.

Eine Gedenktafel in der Kathedrale von Toledo beschreibt die katholische Kundgebung der Vertreibung der Juden von den Katholischen Königen Isabel und Ferdinand. Während zehn Synagogen der Stadt in der Inquisitionszeit um 1391  zerstört wurden, haben zwei – Santa Maria la Blanca und El Tránsito – bis heute überlebt. Im Inneren von El Tránsito können Besucher das Sefardische Museum besuchen, dessen Herzstück die ursprüngliche Synagoge ist. Auch die im 15. Jahrhundert zur Kirche geweihte Santa Maria La Blanca kann besichtigt werden.

Toledo

Auf den Spuren Maimonides

Richtung Süden, in der reizvollen Stadt Cordoba, können Spanienbesucher durch enge mittelalterliche Gassen des Jüdischen Viertels schlendern, welche ihre hebräischen Namen bis heute erhalten haben.

Die Maimonides Synagoge aus dem 13. Jahrhundert gedenkt dem groβartigen jüdischen Erbe des waschechten einheimischen Gelehrten Moses Maimonides. Seine kryptischen Inschriften bleiben bis heute ein Rätsel das bisher niemand im Stande war zu entschlüsseln.

Juwelen des Nordens

Die nordspanische Stadt Girona ist das Zuhause eines von Spaniens besterhaltensten Jüdischen Viertel. Das „Call“ ist ein gewundenes Labyrinth enger Gassen und Plätze, das mittelalterlichen Charme und Mysterium ausstrahlt. Girona’s Jüdisches Museum arbeitet die jüdische Geschichte in Katalonien während des Mittelalters auf und besitzt eine einzigartige Sammlung mittelalterlicher jüdischer Grabsteine vom Jüdischen Friedhof auf dem Montjuic.

In der Nähe befindet sich auch das charmante Städtchen Besalú, wo die Besucher um die Überreste einer vor der Inquisition erbauten Mikwe spazieren können.

Girona
Die weniger bereisten Wege

Spanien ist auch Heimat einiger überraschender jüdischer Schmuckstücke abseits der berühmten Routen. Heutzutage ist die Halbinsel Gibraltar zum Beispiel das Zuhause einer aktiven Jüdischen Gemeinde mit vier betriebsamen Synagogen, Koscher – Lebensmittelläden und einem Koscher-Restaurant.

Die glänzende katalanische Hauptstadt, ist die Heimat einer der ältesten europäischen Synagogen – die Hauptsynagoge von Barcelona wurde schätzungsweise im 3. oder 4. Jahrhundert gebaut, und nach einer Renovierung im Jahr 2002 wiedereröffnet. Sie ist ein „Besichtigungs-Muss“ auf einer Tour durch das Jüdische Spanien.

Kipa

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Katharina Giesler

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