El Rocio: Spaniens grösstes Geheimnis

Das kleine Dorf El Rocío in der südwestlichen Provinz Huelva mit seinen breiten sandigen Strassen, welche mit eindrucksvollen Häusern mit grossen Verandas und Holzgeländern wo die Pferde angebunden werden, den Anschein eines Wildwest – Dorfes erwecken. Doch El Rocio ist keine Geisterstadt – jedes Jahr füllen über eine Million Menschen die Stadt zu einem von Spaniens grösstem und unbekanntestem Fest.

Ein Viertel Religion, drei Viertel Feierlichkeiten

La Romería del Rocío findet fünfzig Tage nach Ostersonntag statt, meist Ende Mai oder Anfang Juni. Das Rocío – Fest ist eine religiöse Wallfahrt stammend aus dem 15. Jahrhundert als, gemäss der Legende, ein Jäger eine Statue der Jungfrau Maria in einem Baumstamm nahe des Dorfes fand. Die hölzerne Figur der Jungfrau wird seitdem in der riesigen Dorfkirche aufbewahrt und ist das Ziel, welches die Pilger jährlich anzieht.

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Die Wallfahrt begann bescheiden, doch im Laufe der Jahrhundete ist sie exponentiell gewachsen und hat eine viel weniger kirchliche Atmosphäre angenommen. Die Pilger, auch unter dem Namen Rocieros bekannt, kommen auf Pferden und Kutschen an. Die Frauen tragen farbenfrohe Flamenco-Gewänder während die Männer Reiterkleidung mit breitkrempigen boleros anhaben. Während mehr und mehr Pilger eintreffen, füllt sich die Luft mit Flamenco-Musik und dem Geruch von frisch gekochtem Essen auf offenen Feuern. Und wenn die Nacht anbricht begeben sich die Pilger in Zelte mit Lagerfeuern, die bis zum Sonnenaufgang brennen. Die Besucher können von Zelt zu Zelt schlendern und die festliche Atmosphäre und die traditionellen Klänge und die Tänze in sich aufnehmen.

Der Höhepunkt des Festes ist am nächste Tag, wenn die Jungfrauenstatue aus der Kirche gebracht und durch die Stadt paradiert wird, während die Menschenmengen   ‘Viva la Reina de la Marisima’ (‘Lang lebe die Königen des Marschlands’) schreit. Es mag sich eher wie eine grosse Party als ein religiöses Fest anhören, doch die Pilger sind dennoch aufrichtig and leidenschaftlich gläubig. Es fliessen die Tränen, Frauen fallen in Ohnmacht und die Pilger kämpfen sich frentisch durch die Mengen um die Jungfrauen-Statue mit Kleidungsstücken kranker Familienangehöriger anzufassen, damit diese ihnen Heilung bringt.

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An der Wallfahrt teilnehmen oder nur einen kurzen Zwischenstop einlegen

Wenn Ihre Gruppe an der Pilgerroute teilnehmen möchte, gibt es mehrere Ausgangspunkte wie z.B. von Almonte in Huelva, Sevilla oder Cadiz. Je nach den Bedürfnissen der Gruppe können wir eine massgeschneiderte Route auswählen.

Wenn Ihre Gruppe jedoch die Wallfahrt nur im Rahmen ihrer Andalusien-Tour besuchen möchte, gibt es viele nahe gelegene Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von El Rocio. Zu erwähnen sind die Dörfer die am Rande des Doñana Nationalparks liegen, welche eine reiche Tierwelt aufweisen. Die Besucher können Wildherde und Storch-und Flamingoschwärme sehen, während sie durch das Marschland des Guadalquivir-Deltas fahren.

Was auch immer Sie Ihrer Gruppe anbieten möchten, ist es wichtig im Voraus zu reservieren- mit einer Million Menschen aus ganz Spanien sind die Kapazitäten in der Region schnell erschöpft! Kontaktieren Sie uns schnellstmöglichst schon für El Rocío 2018.

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Katharina Giesler

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